Hauptbahnhof
1908 – 1945: Lang ersehnter Umbau und zerstörte Hoffnungen
1908 startet der ersehnte Umbau des Südbahnhofs. Der Güterbahnhof wird erweitert und das Bahnhofsgebäude erhält eine repräsentative Empfangshalle. Der Vorplatz wird gestaltet und mit dem Ausbau der Bahnhofsstraße die Anbindung zum Stadtzentrum verbessert. Die Bahngleise, die bisher auf Höhe der Straße lagen, werden um 4,4 Meter tiefergelegt. Jetzt kann auch die Grünewalder Straße von der störenden Schranke befreit werden. Der Verkehr wird mittels einer Brücke über die tiefergelegten Gleise geführt. Am Bahnhof entsteht zudem eine Fußgängerüberführung. Sie ist bis heute erhalten.
Mit der Neueröffnung als Hauptbahnhof im Jahr 1910 sind große Erwartungen verbunden. Stadtplaner und Unternehmer versprechen sich die Ansiedelung von Hotels und feinen Geschäften. Doch der Entwicklungsschub bleibt aus. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 zerstört die städtebaulichen Hoffnungen. Im Zweiten Weltkrieg wird der Hauptbahnhof beim Bombenangriff im November 1944 schwer beschädigt.



