Südbahnhof

1890 – 1907: Anbindung an das Eisenbahnnetz als Wirtschaftsmotor

 

Mitte des 19. Jahrhunderts floriert die Industrie im Bergischen Land. Die Unter­nehmer investieren und schaffen Dampfmaschinen an. Damit wird die Ver­kehrs­anbindung ihrer Fabriken zum entscheidenden Faktor, denn nun müssen ständig große Mengen an Kohle herangeschafft werden.

 

1867 erhält Solingen mit dem Kopfbahnhof am Weyersberg seinen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Nach der Fertigstellung der kurvenreichen »Korken­zieherbahn« im Jahre 1890 gibt es eine durchgehende Verbindung von Ohligs über Solingen, Wald und Gräfrath nach Vohwinkel. An Stelle des Bahnhofs Weyersberg tritt der neu errichtete Südbahnhof.

 

Nach dem Bau der Müngstener Brücke 1897 erweist sich der Südbahnhof als nicht mehr zeitgemäß. Seine Lage ist zu beengt, die einfache Empfangshalle erscheint nicht mehr repräsentativ genug zu sein. Bereits 1898 wird eine Verlegung des Südbahnhofs diskutiert. Doch bis auf einige Ergänzungsbauten bleibt die Anlage bis 1907 unverändert.